Erfassen und Bewahren: Strategie für archäologische Bergbaurelikte in den Wäldern des Erzgebirges

Basisinformationen über das Projekt

Projekttitel:

Erfassen und Bewahren: Strategie für archäologische Bergbaurelikte in den Wäldern des Erzgebirges

Projektkürzel:

MonuWoods

EU-Förderung (EFRE):

938.764,64 €

Projektlaufzeit:

17.11.2025 - 30.09.2028

Kooperationspartner und Kontaktpersonen:

  • Lead partner: Landesamt für Archäologie
  • Montanregion krušné hory – erzgebirge o.p.s.
  • ÚSTAV ARCHEOLOGICKÉ PAMÁTKOVÉ PÉČE SEVEROZÁPA DNÍCH ČECH, v. v. i.
  • Staatsbetrieb Sachsenforst
  • Technische Universität Dresden
  • Národní památkový ústav

Ziele und Inhalt:

Die Wälder des Erzgebirges/Krušnohoří bewahren zahlreiche Zeugnisse der jahrhundertelangen Bergbaugeschichte. Viele dieser montanarchäologischen Relikte sind bislang nur unzureichend erfasst oder dokumentiert und stehen durch forstwirtschaftliche Maßnahmen vor besonderen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund verfolgt das Projekt MonuWoods das Ziel der Entwicklung und Einführung eines grenzübergreifenden Verfahrens zur systematischen Erfassung, Bewertung und zum Schutz archäologischer Bergbaurelikte in den Waldgebieten des UNESCO-Welterbes Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří. Im Mittelpunkt des Projektes steht die Erfassung, Identifizierung und Kartierung bislang unbekannter montanarchäologischer Fundstellen mittels Fernerkundung und GIS. Ergänzend erfolgen minimalinvasive Vor-Ort-Untersuchungen, um die Fundstellen schnell und fachgerecht einzuordnen. Auf dieser Grundlage entwickeln die Projektpartner gemeinsame Entscheidungs- und Bewertungsalgorithmen für den Umgang mit Fundstellen im Kontext der Forstwirtschaft. Gleichzeitig wird ein dauerhaft nutzbares Abstimmungs- und Konsultationsverfahrens zwischen archäologischer Denkmalpflege und Forstbehörden aufgebaut, um eine nachhaltige Berücksichtigung archäologischer Belange in der forstlichen Praxis zu gewährleisten. Ein weiterer Schwerpunkt des Projektes liegt auf Schulungen (auch vor Ort), Leitfäden und Qualifizierungsmaßnahmen für Forstpraxis und Verwaltung, um Forstmitarbeitende auf beiden Seiten der Grenze für den Umgang mit archäologischen Denkmälern im Wald zu sensibilisieren. Die erarbeiteten Methoden und Erfahrungen sollen nicht nur in die tägliche Arbeit der beteiligten Institutionen einfließen, sondern auch langfristig in Aus- und Weiterbildungsangebote integriert werden. Das Projekt trägt damit zur langfristigen Sicherung archäologischer Relikte und Denkmale sowie des montanen Kulturerbes im UNESCO-Welterberaum Erzgebirge/Krušnohoří bei und verbessert die Integration des Denkmalschutzes in forstliche Planungsprozesse.

Projektergebnisse:

Zu den zentralen Ergebnissen des Projektes zählen die Einführung eines grenzübergreifend einsetzbaren Verfahrens, der Aufbau einer dauerhaften Kooperationsstruktur zwischen archäologischer Denkmalpflege und Forstwirtschaft sowie die Schaffung einer gemeinsamen Datenbasis für archäologische Waldflächen. Darüber hinaus werden angehende Fachkräfte qualifiziert und praxisnahe Handlungshilfen für Forstbetriebe dank gemeinsamer Schulungsveranstaltungen für den Forst durchgeführt. Zudem wird ein neues Pflichtseminar zu den Projektinhalten am Institut für Waldwachstum und forstliche Informatik der Forstwissenschaftlichen Fakultät der TU Dresden für zukünftige FörsterInnen etabliert. MonuWoods leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz und zur nachhaltigen Bewahrung des montanen Kulturerbes in den Waldlandschaften des Erzgebirges/Krušnohoří.

Zuletzt aktualisiert am:

03.08.2026

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