3D-Druck in der Praxis: Wenn Technologie auf die Realität von Unternehmen trifft

Unternehmen, die über die Einführung des 3D-Drucks nachdenken oder dessen Einsatz in der Praxis optimieren möchten, trafen sich im Rahmen des SUPPORT4SME-Workshops mit Forschern und Experten aus dem Bereich der additiven Technologien. Das Programm bot eine verständliche Einführung in den FDM-3D-Druck, einen Überblick über Materialien und Software sowie praktische Vorführungen, die den Teilnehmern halfen, die Möglichkeiten dieser Technologie im industriellen Alltag besser zu verstehen.
Der Workshop begann mit einer Vorstellung des SUPPORT4SME-Projekts selbst, das Unternehmen mit Forschern und Experten aus verschiedenen Fachbereichen zusammenbringt. Die Unternehmensvertreter lernten die Möglichkeiten der Zusammenarbeit, die verfügbare Infrastruktur und die Plattform kennen, die bei der Suche nach konkreten technologischen Lösungen für reale industrielle Probleme hilft.
Der Hauptteil des Programms konzentrierte sich auf FDM-3D-Drucker, also die Technologie des Fused Deposition Modeling, die zu den am weitesten verbreiteten Formen des 3D-Drucks in der industriellen Praxis gehört. Das Prinzip ist einfach: Das Objekt entsteht durch das schichtweise Auftragen von geschmolzenem Filament gemäß einem digitalen Modell. Gerade diese Einfachheit und Flexibilität macht den FDM-Druck zu einem erschwinglichen Werkzeug nicht nur für Entwicklungsabteilungen, sondern auch für kleinere Unternehmen.
Die Teilnehmer lernten die am häufigsten verwendeten Materialien wie PLA, PETG oder ABS, ihre Eigenschaften und typischen Anwendungen kennen. Es wurden auch praktische Fragen angesprochen, die für die Qualität des Druckergebnisses entscheidend sind – die richtige Einstellung des Druckers, die Kalibrierung, die Wahl der Temperatur, der Druckgeschwindigkeit oder der Schichtdicke.
Ein ebenso wichtiger Teil des Workshops war die Software. Die Teilnehmer durchliefen den Prozess der Vorbereitung eines 3D-Modells für den Druck mit Hilfe von Slicer, das das digitale Modell in Anweisungen umwandelt, die der Drucker versteht. Hier werden Details wie die Dicke der Außenhülle des Objekts, die Fülldichte oder die Optimierung der Druckzeit festgelegt.
Einer der Gründe, warum die Teilnehmer an dem Workshop teilnahmen, war, dass sie die 3D-Druckproduktion einführen und sich über die Grundlagen beraten lassen wollten.
„Wir kennen die Technologie im Allgemeinen, aber es gibt immer viele Details, über die man nicht vollständig Bescheid weiß. Gerade diese Kleinigkeiten waren für uns sehr nützlich“, bewertet einer der Teilnehmer den Workshop. Wie er hinzufügt, handelt es sich in ihrem Fall um eine Technologie mit großem Zukunftspotenzial.
„Unsere Gruppe, die sich mit unbemannten Fahrzeugen beschäftigt, ist neu gegründet worden. Wir bauen unsere eigenen Labore auf, und der 3D-Druck ist für uns derzeit eine der Schlüsseltechnologien. Jetzt lernen wir nach und nach, damit zu arbeiten“, ergänzt er.
Die praktische Dimension des Workshops wurde auch von einem anderen Befragten aus einem Industrieunternehmen geschätzt, der sich seit langem mit 3D-Druck beschäftigt.
„Ich habe mein bereits vorhandenes Wissen aufgefrischt, aber einige Teile waren wirklich interessant. Vor allem die Vorführungen an den Geräten im Labor. Zu solchen 3D-Druckern kommt man sonst nicht so leicht.“
Dabei nutzt er den 3D-Druck täglich in seiner Arbeit. „Ich habe zwei Drucker zu Hause und einen bei der Arbeit, hauptsächlich zur Herstellung von Vorrichtungen zur Befestigung von Teilen an Maschinen. Dadurch sparen wir Zeit und Geld – statt zu fräsen, was das Teil verteuern würde, wird es einfach gedruckt“, fügt er hinzu.
Auch ein anderer Befragter hat bereits Erfahrungen mit dem 3D-Druck gemacht: „Viele dieser grundlegenden Dinge kenne ich bereits, aber ich habe auf jeden Fall etwas über weitere neue, nicht standardmäßige Materialien gelernt. Am meisten hat mich der 3D-Drucker von Prusa Research interessiert, der hier vorgeführt wurde. Ich bin eher an Bambu Lab gewöhnt“, sagt ein weiterer Teilnehmer und fügt hinzu, dass sie bei der Arbeit die Anschaffung eines eigenen Druckers in Betracht ziehen.
Der Workshop bot also nicht nur einen theoretischen Überblick, sondern vor allem einen praktischen Einblick, wie 3D-Druck in der täglichen Unternehmenspraxis effektiv eingesetzt werden kann. Und falls jemand Zweifel hatte, ob es sich um eine Technologie der Zukunft handelt, gaben der vollbesetzte Unterrichtsraum und die lebhaften Diskussionen über verschiedene Fachbereiche hinweg eine klare Antwort.



