Kreislaufwirtschaft

Kreislaufwirtschaft verbindet tschechische und sächsische Unternehmen. Am CXI TUL haben wir Kooperationsmöglichkeiten vorgestellt
Wie können Unternehmen Materialien effizienter nutzen, Rohstoffe in den Wirtschaftskreislauf zurückführen und neue Technologien in ihre Produktionsprozesse integrieren? Auch diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Treffens tschechischer und sächsischer Fachleute, das am 26. Oktober 2026 am Institut für Nanomaterialien, fortschrittliche Technologien und Innovationen (CXI TUL) stattfand. Der Besuch war Teil einer internationalen Informationsreise zum Thema Kreislaufwirtschaft und bot Gelegenheit, die Forschungsinfrastruktur der Universität vorzustellen und neue Kontakte zu Industriepartnern zu knüpfen.
Die Informationsreise für sächsische Unternehmen und Fachinstitutionen nach Tschechien und Polen wurde von der Wirtschaftsförderung Sachsen in Zusammenarbeit mit Energy Saxony organisiert. Ziel war es, Best-Practice-Beispiele aus der Kreislaufwirtschaft kennenzulernen, Fachleute grenzüberschreitend zu vernetzen und Möglichkeiten für zukünftige Kooperationen zu erschließen.
In Liberec kamen Vertreter tschechischer und deutscher Unternehmen, Forschungseinrichtungen sowie Kollegen aus dem Fraunhofer-Institut zusammen. Das Programm begann mit einem Überblick über die tschechisch-sächsischen Wirtschaftsbeziehungen und aktuelle Entwicklungen der Kreislaufwirtschaft in der Tschechischen Republik. Anschließend stellten die Unternehmen CzechFibre, ENVY Recycling und PRAKTIK system ihre Aktivitäten und praktischen Erfahrungen vor.
Von der Forschung zur Anwendung in Unternehmen
Am CXI TUL präsentierten wir den Teilnehmenden unsere Forschungsaktivitäten sowie die grenzüberschreitenden Projekte SUPPORT4SME und TRANSTECH, die die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und Industrie fördern.
Die Vernetzung von Unternehmen mit der universitären Forschung ist auch das zentrale Ziel des Projekts SUPPORT4SME, das gemeinsam mit der Technischen Universität Chemnitz im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg Sachsen – Tschechien umgesetzt wird. Das Projekt unterstützt kleine und mittlere Unternehmen dabei, Zugang zu Fachwissen, modernen Laboren und Technologien zu erhalten, die sie für die Produktentwicklung, Innovationen und die Lösung konkreter Herausforderungen in der Produktion nutzen können.
Während der Laborführung besichtigten die Teilnehmenden das 3D-Druck-Labor, wo sie unter anderem die Möglichkeiten des Einsatzes recycelter Materialien in der additiven Fertigung kennenlernten. Die zweite Station war das Labor der Abteilung für Umwelttechnologien, die sich unter anderem mit Technologien zur Wasseraufbereitung beschäftigt.
Neue Kontakte, neue Kooperationsmöglichkeiten
Ein wichtiger Bestandteil des Treffens war auch das Networking. Vertreter von Unternehmen und Forschungseinrichtungen hatten die Gelegenheit, ihre Aktivitäten vorzustellen, Erfahrungen auszutauschen und über mögliche zukünftige Kooperationen zu sprechen. Die informellen Gespräche wurden bei einem gemeinsamen Mittagessen fortgesetzt.
Das Treffen verdeutlichte, wie wichtig es ist, Forschungseinrichtungen und industrielle Praxis über Ländergrenzen hinweg miteinander zu vernetzen. Das Projekt SUPPORT4SME fördert genau solche Partnerschaften und unterstützt Unternehmen dabei, wissenschaftliche Expertise und technologische Ressourcen für ihre weitere Entwicklung zu nutzen.

