Altbergbausanierung im Kontext des Klimawandels
Basisinformationen über das Projekt
Projekttitel:
Altbergbausanierung im Kontext des Klimawandels
Projektkürzel:
MIRecc
EU-Förderung (EFRE):
693.845,75 €
Projektlaufzeit:
20.10.2025 - 31.12.2028
Kooperationspartner und Kontaktpersonen:
Ziele und Inhalt:
Starkregen mobilisiert Schadstoffe aus alten Bergbauhalden. Dürreperioden erhöhen deren Konzentrationen in Gewässern. Diese Belastungen werden durch den Klimawandel verstärkt. Mit derartigen langfristigen Auswirkungen des historischen Bergbaus im Erzgebirge befasst sich das Forschungsprojekt MIRecc - Rekultivierung des Bergbauerbes unter den Bedingungen des Klimawandels.
Ziel von MIRecc ist es, nachhaltige Lösungen für die Rekultivierung belasteter Bergbauflächen zu entwickeln, die über konventionelle Methoden hinausgehen. Dazu entsteht eine gemeinsame deutsch-tschechische Datenbank mit klimatischen, geochemischen und mikrobiologischen Daten aus dem Erzgebirge. Auf dieser Basis werden Modelle entwickelt, die Unsicherheiten im Hinblick auf Wasserbilanz und Rekultivierung unter Klimawandelbedingungen aufdecken.
Parallel dazu wird ein passives Feuchtgebiet geplant und gebaut, in dem Ansätze wie Bioremediation, passive Filterung und Phytoremediation unter realen Bedingungen erprobt werden. Die Ergebnisse ermöglichen eine Risikoabschätzung für den Schadstoffaustritt in die Umwelt und bilden die Grundlage für konkrete Handlungsempfehlungen.
Untersucht werden ausgewählte Standorte auf deutscher und tschechischer Seite des Erzgebirges, wo grenzüberschreitende Datenerhebung, Modellierung und Pilotversuche die wissenschaftliche Grundlage liefern.
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in eine gemeinsame Strategie zur zukünftigen Bewirtschaftung und Risikominimierung von Altbergbauflächen einfließen.
Zuletzt aktualisiert am:
14.05.2026