Integrale geowissenschaftliche Charakterisierung und grenzüberschreitende Bewertung der Petrovice–Döbra-Zone
Basisinformationen über das Projekt
Projekttitel:
Integrale geowissenschaftliche Charakterisierung und grenzüberschreitende Bewertung der Petrovice–Döbra-Zone
Projektkürzel:
Inge-PDZ
EU-Förderung (EFRE):
1.251.259,56 €
Projektlaufzeit:
19.12.2025 - 21.12.2028
Kooperationspartner und Kontaktpersonen:
Ziele und Inhalt:
In der Grenzregion Sachsen-Tschechien verläuft eine bedeutende tektonische Struktur durch das Erzgebirge in Form der Petrovice-Döbra-Zone (PDZ). Dabei handelt es sich um eine großräumige Störungszone, in der das Gebirge in ein Mosaik kleiner Blöcke unterteilt ist.
Das Projekt zielt darauf ab, die PDZ und ihre Umgebung durch geophysikalische und hydrogeologische Untersuchungen umfassend zu charakterisieren. Die Ergebnisse werden zum 3D-Geologiemodell beitragen, das für das Interreg-Projekt 2014-2020 entlang des geplanten Bahntunnels entwickelt wurde, und dessen Umfang erweitern. Sie werden auch zur Entwicklung neuer 2D- (GIS) und 3D-Modelle für das grenzüberschreitende Datenmanagement verwendet. Diese Instrumente ermöglichen Expertenbewertungen von Großprojekten bei der öffentliche Daseinsfürsorge. Durch die grenzüberschreitende geophysikalische Erkundung der komplexen tektonischen Strukturen und die Installation eines Grundwassermonitorings wird die PDZ und ihre Umgebung geowissenschaftlich charakterisiert und bewertet. Zum Monitoring werden bestehende Grundwassermessstellen genutzt, und es sind bis zu drei neue Messstellen geplant. Tracer-Methoden und andere hydrogeologische Methoden werden die hydraulische Wirksamkeit der Störungszone klären und so die Fließverhältnisse im Untergrund, einschließlich des tiefen Grundwassers, bewerten. Dies ist wichtig für das Verständnis, wie das Grundwasser mit tiefen unterirdischen Strukturen wie Tunneln und Bergwerken interagiert und diese beeinflusst. Das neue digitale, detaillierte 3D-Modell des PDZ-Gebiets und des Gottleuba-Tals sowie das grenzüberschreitende GIS werden den Austausch und die Visualisierung der gewonnenen geophysikalischen und hydrogeologischen Daten erleichtern.
Zuletzt aktualisiert am:
09.07.2026