#CURE Projekt-Kick-off-Meeting
An der Technischen Universität Liberec trafen sich die Partner des Projekts #CURE. Die tschechisch-deutsche Forschung wird sich auf die Entfernung von Verunreinigungen aus dem Wasser konzentrieren.

Am 27. Januar 2026 trafen sich die Partner des neuen internationalen Projekt Grenzüberschreitende Entwicklung lichbetriebener Technologie zur effizienten Entfernung von CECs am CXI in Liberec, das sich auf die Entfernung von Verunreinigungen aus Wasser konzentriert.
Sein Hauptziel ist die Entwicklung einer Technologie, die Kläranlagen dabei unterstützt, besser auf die steigenden Anforderungen an die Entfernung von Mikroverunreinigungen aus dem Abwasser zu reagieren. Die europäische Gesetzgebung legt nun einen Schwerpunkt auf die Entfernung ausgewählter sogenannter „Contaminants of Emerging Concern“ (CECs), also Stoffe, die durch herkömmliche Klärverfahren oft nicht ausreichend beseitigt werden können. Dabei handelt es sich beispielsweise um Arzneimittelrückstände, hormonell wirksame Stoffe oder andere organische Mikroverunreinigungen, die ein Risiko für aquatische Ökosysteme darstellen, sowie um Stoffe, die die Möglichkeiten der Wiederverwendung von gereinigtem Wasser einschränken.
Leitender Partner ist die Technische Universität Liberec. Sie fungiert als Hauptkoordinatorin des Projekts, übernimmt die gesamte administrative und finanzielle Leitung und ist gleichzeitig direkt an der Entwicklung, Erprobung und Validierung einer neuen Technologie zur Entfernung von Mikroverunreinigungen aus Abwasser beteiligt. Partner auf deutscher Seite ist das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden (IPF Dresden), das für die Entwicklung fortschrittlicher Polymerstrukturen mit eingebetteten photokatalytischen Nanopartikeln verantwortlich ist.
Die Wissenschaftler entwickeln im Rahmen des Projekts ein spezielles, hochporöses Polymermaterial, das mit Nanopartikeln auf Bismutbasis dotiert ist. Dieses Material wird in der Lage sein, ausgewählte Verunreinigungen nicht nur aus dem Wasser zu binden, sondern vor allem mithilfe von sichtbarem Licht katalytisch abzubauen. Die Technologie wird zunächst im Labormaßstab getestet, anschließend wird eine Pilotanlage aufgebaut, die im realen Betrieb einer städtischen Kläranlage getestet wird.
Derzeit arbeitet das Team an der Konzeption eines Laborreaktors und führt erste Experimente durch, die darauf abzielen, die Funktionsfähigkeit der entwickelten Materialien zu überprüfen.