Bisherige Tests zeigen die vielversprechendsten Nanopartikel für die Wasserreinigung im Projekt #CURE
Das Team des Projekts #CURE hat Nanopartikel identifiziert, die mithilfe von Licht mehr als die Hälfte der untersuchten unerwünschten Stoffe aus dem Abwasser entfernen konnten.

Im Projekt #CURE testen wir Nanopartikel auf Bismutbasis, die mithilfe von Licht Schadstoffe im Wasser, beispielsweise Arzneimittelrückstände, abbauen können. Diese Stoffe kommen im Wasser nur in sehr geringen Konzentrationen vor und können von herkömmlichen Kläranlagen nicht zuverlässig entfernt werden.
Wir haben drei Arten von Nanopartikeln miteinander verglichen, um herauszufinden, welche das größte Potenzial für die weitere technologische Entwicklung besitzen. Die besten Ergebnisse erzielten Nanopartikel, die aus einer Kombination von zwei Materialien auf Basis von Bismutoxiden und Zinkoxid hergestellt wurden.
Die stärkste Wirkung beobachteten wir bei Diclofenac, Clarithromycin, Amisulprid, Citalopram, Venlafaxin und Candesartan – also bei Wirkstoffen, die unter anderem als Schmerzmittel, Antibiotika, Blutdrucksenker oder Antidepressiva eingesetzt werden. Stoffe wie Carbamazepin, Irbesartan und Benzotriazole erwiesen sich dagegen bislang als widerstandsfähiger. Für ihre Entfernung muss die Technologie weiter optimiert werden, insbesondere im Hinblick auf die eingesetzte Menge an Nanopartikeln und die Kontaktzeiten.
Ein weiterer Schwerpunkt unserer Forschung wird darauf liegen, die Nanopartikel mit einem geeigneten Trägermaterial zu verbinden. Dadurch soll verhindert werden, dass sie den Reaktor verlassen und in das gereinigte Wasser gelangen.
Mit diesen Ergebnissen macht das Projekt #CURE einen weiteren Schritt hin zu einer Technologie, die schwer abbaubare Schadstoffe effizient und mit geringem Energieverbrauch aus Wasser entfernen kann.
