re:demo Schulprojekttag: Brücke, Kompromiss und Demokratie: Tschechische und deutsche Schülerinnen und Schüler schnuppern in die Politik hinein

03.03.2026 - 03.03.2026
Ort: Chomutov
Veranstaltungsart: Projekt-Veranstaltung

Am 3. März 2026 nahmen Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klasse der Hornická Základní škola Chomutov und der Adam-Ries-Oberschule Annaberg-Buchholz an einem gemeinsamen tschechisch-deutschen Projekttag in Chomutov teil. Ziel war es, die Zusammenarbeit zwischen den Schulen zu stärken und die demokratische Bildung in der tschechisch-sächsischen Grenzregion zu fördern. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projekts „re:demo – Dialog fördern und Gemeinschaft stärken“ statt. Das Programm für die Schülerinnen und Schüler wurde von Studierenden der Politikwissenschaft der Technischen Universität Dresden und der Jan-Evangelista-Purkyně-Universität vorbereitet. Sie entwickelten ein interaktives Planspiel, das die Funktionsweise der Kommunalpolitik und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit thematisierte.
re:demo Schulprojekttag: Brücke, Kompromiss und Demokratie: Tschechische und deutsche Schülerinnen und Schüler schnuppern in die Politik hinein | Copyright: Stefanie Gerstenberger

Die Brücke als Thema für Verhandlung und Kooperation

Im Mittelpunkt des Programms stand ein Planspiel, in dem die Schülerinnen und Schüler in gemischten tschechisch-deutschen Teams die Bedingungen für den Bau einer Grenzbrücke zwischen zwei fiktiven Gemeinden diskutierten. Zunächst gab es einen Einführungsworkshop zum Kennenlernen und mit sprachlichen Aufwärmübungen. Mithilfe von Spielen wie Bingo oder Vokabelübungen zum Zuordnen von Wörtern in Tschechisch, Deutsch und Englisch erweiterten die Schülerinnen und Schüler ihren Wortschatz für die anschließenden Verhandlungen. Anschließend wurden die Teilnehmer:innen in zwei gemischte Gruppen aufgeteilt, in denen parallel zwei Simulationen durchgeführt wurden. Jede Schülerin und jeder Schüler übernahm eine Rolle – sie wurden zu Politiker:innen in fiktiven tschechischen oder deutschen Gemeinden und zum Mitglied einer bestimmten Partei mit einem vorgegebenen Programm. Studierende beider Universitäten spielten die Rolle des Bürgermeisters und fungierten als Moderatoren und aktive Teilnehmer:in der Verhandlungen.

Argumentation, Kompromiss und demokratische Entscheidungsfindung

Nach der Präsentation der individuellen politischen Programme wurden die Schüler:innen in grenzüberschreitende Kommissionen aufgeteilt. Ihre Aufgabe war es, die konkrete Form der Brücke sowie die Bedingungen für ihre Realisierung auszuhandeln – beispielsweise Finanzierung oder Gestaltung. Das Hauptziel war ein Kompromiss auf Basis sachlicher Argumentation. Die erarbeiteten Vorschläge wurden anschließend den Stadträten beider fiktiver Gemeinden vorgelegt, über die die Schüler:innen abstimmten. In der abschließenden gemeinsamen Sitzung präsentierten beide Räte ihre Positionen und erzielten eine Einigung über die Umsetzung und die Gestaltung der Brücke. Zum Programm gehörten außerdem ein gemeinsames Mittagessen und eine abschließende Reflexion über den Projekttag. Die Schüler:innen tauschten sich über ihre Erfahrungen in politischen Rollen aus, bewerteten den Prozess demokratischer Entscheidungsfindung und diskutierten ihre Erkenntnisse über die Funktionsweise der Kommunalpolitik und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit Der Projekttag förderte die Fähigkeit, zu argumentieren, unterschiedliche Meinungen anzuhören und Kompromisse zu finden. Gleichzeitig stärkte er den interkulturellen Dialog und die Zusammenarbeit junger Menschen in der tschechisch-sächsischen Grenzregion.

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