Archäologische Ausgrabungen enthüllen die Geheimnisse des Roten Hauses. Die Funde haben die Experten überrascht.
Im Inneren des Roten Hauses finden derzeit vorläufige archäologische Untersuchungen statt, die schon jetzt wertvolle Erkenntnisse über die Geschichte dieses bedeutenden Denkmals liefern. Die bisherigen Funde erweitern nicht nur das Wissen über die bauliche Entwicklung des Gebäudes, sondern werfen zugleich neue Fragen hinsichtlich seiner früheren Nutzung und der dort ausgeübten wirtschaftlichen Aktivitäten auf.

Den Archäologen ist es gelungen, die Überreste von drei Heizanlagen freizulegen. Nach Ansicht von Experten könnten diese mit der historisch belegten Textilfärberei, die in dem Gebäude betrieben wurde, oder möglicherweise mit der jüngeren Zuckerraffinerie zusammenhängen. Weitere Untersuchungen sollen Aufschluss darüber geben, welche Rolle diese Anlagen in der Vergangenheit tatsächlich erfüllt haben.
Auch die beweglichen Fundstücke erregten Aufmerksamkeit. Darunter befinden sich Pinsel, Schaber und Gefäße mit Pigmentresten. Diese Gegenstände könnten sowohl mit der ehemaligen Färberei als auch mit dem umfangreichen Umbau des Roten Hauses in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts in Verbindung stehen. Gleichzeitig entdeckten die Archäologen Funde mittelalterlicher und neuzeitlicher Keramik, die eine langfristige Besiedlung und Nutzung des Gebäudes belegen.
Zu den interessantesten Funden gehört eine kleine Metallskulptur eines Jagdhundes. Gerade diese könnte mit der ursprünglichen repräsentativen Funktion des Roten Hauses in Zusammenhang stehen und liefert ein weiteres Puzzleteil zur reichen Geschichte des Gebäudes.
Die archäologischen Untersuchungen werden auch in den kommenden Monaten parallel zu den Sanierungsarbeiten fortgesetzt. Experten gehen davon aus, dass die nächsten Phasen neue Entdeckungen bringen werden, die zu einem besseren Verständnis der Vergangenheit dieses außergewöhnlichen historischen Bauwerks beitragen werden.
