Tristan und Isolda am Pharrhaus Krásná/Schumburg

22.06.2026 - 31.12.2026
Veranstaltungsart: Sonstiges

Im Pfarrhaus Krásná sind im 1. Stock zwei historische Kachelöfen aus dem 19. Jahrhundert erhalten geblieben. Angesichts ihres außergewöhnlichen Denkmalwerts wurde ein Konzept für ihre Restaurierung ausgearbeitet, das auch die Wiederherstellung des zuvor abgerissenen Herdes und der Kachelöfen im Erdgeschoss vorsieht.
Tristan und Isolda am Pharrhaus Krásná/Schumburg | Copyright: Obec Pěnčín

Im Pfarrhaus Krásná sind im ersten Stock zwei historische Kachelöfen aus dem 19. Jahrhundert erhalten geblieben. Angesichts ihres außergewöhnlichen Denkmalwerts wurde ein Konzept für ihre Restaurierung ausgearbeitet, das auch die Wiederherstellung des zuvor abgerissenen Herdes und der Kachelöfen im Erdgeschoss vorsieht. Der erste der beiden Öfen ist ein klassizistischer Eckofen auf dem Sockel eines gleichschenkligen Dreiecks aus dem 19. Jahrhundert. Die Kacheln sind cremeweiß, schlicht und flach und mit einer zentralen Reliefkachel verziert, die eine Frau mit einem Spinnrad darstellt, zu deren Füßen ein Mädchen sitzt und hinter der ein Mann mit einem Dolch am Gürtel steht. Der Aufsatz ist durch ein Kordonsims vom Sockel getrennt. Die Beschickungstür und der Aschekasten bilden eine einzige gusseiserne Blende. Der Ofen wird restauratorisch instandgesetzt und mit einer elektrischen Heizung ausgestattet.

Der zweite Ofen ist ein Kachelofen aus dem 19. Jahrhundert. Der 7-stöckige Kachelofen mit zwei Nischen ist an der Vorderseite durch ein durchbrochenes Keramikgitter verschlossen. Die Kacheln sind in Segmente unterteilt und mit einer cremeweißen Glasur versehen. Die Verzierung besteht aus figürlichen und ineinander verschlungenen Reliefs sowie einem schlichten, linear profilierten, im mittleren Teil bogenförmig gewölbten Kranzgesims. Die Befeuerung erfolgt über profilierte Türen aus Stahlguss mit einem Keramikknopf. Als Aschebehälter dient ein einfaches, ausziehbares, türloses Kupferblech. Der Zustand des Ofens ist derart, dass selbst nach einer Restaurierung kein Heizen mit Holz mehr möglich sein wird. Zur Beheizung wird ein internes elektrisches Heizelement für Kachelofen dienen.

Im Erdgeschoss, im großen Raum des Pfarrhauses, werden der zuvor abgerissene Kachelofen und der Herd rekonstruiert. Der Ofen wird mit einem modernen, hocheffizienten Bio-Feuerraum für Holz ausgestattet, der eine minimale Schadstoffbelastung durch die Abgase gewährleistet.

Eine große Unbekannte war das Motiv des Reliefs auf dem Ofen. In Zusammenarbeit mit Experten des Denkmalschutzamtes wurde das Kachelnmotiv entschlüsselt. Das Mädchen, das auf dem Boden sitzt und spinnt, ist Isolde, rechts von ihr steht Tristan. Die Dame im Hintergrund ist Brangain, Isoldes Zofe. Es handelt sich also um die Darstellung einer alten keltischen Legende.

Der Kachelofen wird im Rahmen der Sanierung des Pfarrhauses restauriert und ergänzt so zusammen mit den ausgrabungsstammenden Oybiner Kacheln vom Eingang zur Burg und zum Kloster, die vier Geschichten über die Reise um eine weitere.

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