Medikamente im Abwasser:
Welche Veränderungen durchlaufen Arzneimittel im menschlichen Körper? Wie gelangen sie anschließend ins Abwasser und welche weiteren Eintragspfade gibt es? Was passiert mit Medikamenten in der Abwasserbehandlung und welche Auswirkungen können Arzneimittel und ihre Transformationsprodukte auf Oberflächengewässer haben? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Professionalkurs „Medikamente im Abwasser“.

Im Vormittagsblock erhielten die Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in die Wege von Arzneimitteln – von ihrer Veränderung im menschlichen Körper über den Eintrag ins Abwasser bis hin zu ihrem Verhalten während und nach der Abwasserbehandlung. Dabei wurde auch die Frage diskutiert, inwieweit eine vierte Reinigungsstufe zur Entfernung von Arzneimittelrückständen beitragen kann und wie deren praktische Umsetzung aussehen kann.
Am Nachmittag stand die praktische Anwendung im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden beschäftigten sich mit den Neuerungen der europäischen Kommunalabwasserrichtlinie (KARL/UWWTD), insbesondere mit den Anforderungen aus Artikel 8.
Praxisnahe Berechnungen von Eliminationsraten wurden analysiert und anschließend bei einer Besichtigung Einblicke in die eingesetzte Labortechnik gewonnen.
Den Abschluss bildete ein gemeinsames Networking, das Raum für fachlichen Austausch, Diskussionen und das Kennenlernen verschiedener Akteurinnen und Akteure aus den Bereichen Wasser und Abwasser bot.
Die positive Bewertung des Kurses durch die Teilnehmenden freut uns besonders. Sie bestätigt die Bedeutung des grenzüberschreitenden Austauschs zwischen Wissenschaft, Praxis und Wasserwirtschaft. Daher freuen wir uns besonders den P1-Kurs: „Medikamente im Abwasser“ nächstes Jahr wieder anbieten zu können.